( Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes e.V. )

Vogelfütterung

Viele Tierfreunde stellen sich in diesen Tagen die Frage: Ist es sinnvoll, unsere heimischen Vögel im Winter zuzufüttern. Es gibt in diesem Fall Gegener und Befürworeter der Fütterung. Die Gegner befürchten einen Eingriff in den Ablauf der Natur, die Befürworter halten dem entgegen, dass es auf den Schutz jedes einzelnen Tieres ankommt, da in unserer Zivilisationslandschft die natürlichen Nahrungsressourcen für die Vögel immer mehr beschränkt werden!

Wir Tierschützer in Mülheim halten es durchaus für sinnvoll, den Tieren über den Winter zu helfen. Allerdings sollte man dabei folgendes beachten:

  • Gewöhnen Sie die Tiere anfangs mit geringen Futtermengen an die neue Futterstelle. Das Futter sollte morgens und nachmittags ausgelegt werden.  
  • Verschiedene Vogelarten brauchen verschiedenes Futter. Mischen Sie Weichfutter und Körnerfutter!
  • Halten Sie die Futterstelle immer sauber.
  • Wasser ist auf verschneitem und gefrorenem Boden nicht notwendig. Die Vögel decken ihren Bedarf durch Eis und Schnee.

Detaillierte Informationen hierzu erhalten Sie beim Deutschen Tierschutzbund. Als pdf-Version steht auch eine Broschüre über Winterfütterung zur Verfügung.   >  hier

Hundefreunde:
Rücksicht nehmen auf die Jungtiere im Wald

Hundefreunde, die mit ihrem Vierbeiner gern Waldspaziergänge unternehmen, sollten der Brut- und Setzzeit, die in Nordrhein-Westfalen vom 1. April bis zum 15. Juni läuft, ganz besondere Aufmerksamkeit widmen. Ohne Leine dürfen Fiffi und Bello nur auf den Waldwegen herumtollen, außerhalb der Wege gilt der Leinenzwang das ganze Jahr über und für gefährliche Hunde sowieso (Bundeswaldgesetz, Landesforstgesetz NRW, Landeshundegesetz). Für alle Natur- und Landschaftsschutzgebiete gibt es örtliche Sonderbestimmungen sowie Sonderbestimmungen in Ortschaften.

Jeder Hundebesitzer sollte natürlich wissen, wie ausgeprägt der Jagdtrieb seines Hundes ist und ob es deshalb nicht besser ist, den Vierbeiner grundsätzlich beim Waldspaziergang anzuleinen. Und besonders natürlich in der Brut- und Setzzeit. Diese Zeit wurde festgelegt, um den Tieren des Waldes die Möglichkeit zu geben, ihren Nachwuchs ungestört aufziehen zu können. Im Amtsdeutsch des Bundesjagdgesetzes heißt es dazu: "In den Setz- und Brutzeiten dürfen bis zum Selbstständigwerden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere, auch die von Wild ohne Schonzeit, nicht bejagt werden." Also weder durch den Jäger noch durch quer durchs Unterholz rennende Hunde.

Damit junge Vögel oder Rehkitze zum Beispiel in Ruhe ihre ersten Lebenswochen erleben können, ist der gute Wille bei den Hundefreunden gefragt. Wer sich nicht absolut sicher ist, dass bei seinem Tier nicht doch der Jagdtrieb durchbrechen könnte, wenn die feine Nase eine Witterung aufgenommen hat, der sollte also insbesondere bis zum 15. Juni von der Leine Gebrauch machen, auch auf Waldwegen.